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1997 - Hermann Schmid: „Helda-Gschichtla“


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Schmid Hermann, Fischer Tilde: Allgäu-Schwäbische Helda-Gschichtla vo kähla Koga, gischpliga Siacha ond wähla Zusla, Frechenrieden, Selbstverlag, 1997, 63 S., (Auflage 1500), keine ISBN

Das Mundartbuch ist als fünftes von insg. sechs Büchern des in Ottobeuren geborenen Rundfunkjournalisten Hermann Schmid (Texte, *1939) und Tilde Fischer (Zeichnungen, *in Kaufbeuren, † 2011). Tilde Fischer war die Groß-Cousine Schmids. Geboren wurde Hermann Schmid im Haus seiner Eltern in der Klosterwaldstraße 35 (nach alter Durchnummerierung, nicht nach heutigen Hausnummern gerechnet), in einem der ältesten Häuser Ottobeurens, aus der Zeit des 30-jährigen Krieges, das auf der Westseite noch mit Stroh gedeckt war. Das Haus wurde 1966 leider abgerissen, ein Gemälde aus den 1930er Jahren des Kirchenmalers Dreyer zeigt die Ansicht von Osten.

Das Buch enthält neben einem Vorspruch und einem Vorwort insg. 21 Kurzgeschichten, die teils auf wahren Begebenheiten beruhen. Es schließt sich ein kurzes Glossar und ein Impressum an.

Als Beispiel für eine Geschichte mit Lokalkolorit sei hier „Das Langenberger Längenmaß“ genannt (S. 14, mit einer Illustration auf S. 15), darin die Geschichte seines Schulfreundes Anton Hölzle (von ihm selbst erzählt), der im Wirtshaus zu Stephansried genauso viele Schüblinge bestellte und aß, wie er Kinder hatte: acht Schüblinge für seine acht Kinder; zusammengenommen ergaben die Würste eine Länge von „einem Meter“. Augenzwinkernd ergibt sich in der Geschichte auch eine Referenz zum in Stephansried geborenen „Wasserdoktor Sebastian Kneipp“.

Eine weitere Geschichte mit Ottobeuren-Bezug ist „Babylon im Günztal“ (S. 23), über die Sprachverwirrung, denen die Vertriebenen und Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg ausgesetzt waren, wenn sie hierher kamen: „Molla, Hägl, Föhla, Katzabaula, Aumada, Hoinza, Schlettrsuppa, Kipfl, Reftla, Schompa, Birleng, Schlottr, Schnoitra ond Schnättra“ waren alles Begriffe, denen die zitierte „Frau aus dem Sudetenland“ wohl ziemlich hilflos gegenübergestanden haben muss. Ihre Reaktion in einem Brief an ihre Schwester „in der alten Heimat“ wird wie folgt zitiert: „... falls sa au rommkomma dät, sott sa it moina, daß sa en Deitschland au Deitsch vrschtanda där.“

In „Wie meine Großmutter die Olympianorm schaffte“ (s. 31 - 34) geht es um Schmids aus Westerheim stammende Großmutter Rosalia Leuchtle. Schmid, als Hütebub in den Wiesen am Ottobeurer Allenberg eingesetzt, hatte ein Goldstück der Großmutter auf die Gleise des „Ottobeurar Zügle“ - auch „Moosrutschr“ genannt - gelegt, um den jungen Burschen in der Bahnhofstraße („vo deana Siacha“ zu imponieren. Nachdem es die Großmutter mitbekommen hatte, sprintete sie - olympiareif - Richtung Gleise, um ihre alte Goldmünze zu retten.

An dieser Stelle ist vorgesehen, dass Sie eine mp3-Sprachdatei abrufen können, in der Sie Herrn Schmid mit einer seiner Mundart-Geschichten hören können. Sein gesprochenes wie geschriebenes Schwäbisch orientiert sich an dem tatsächlich in und um Ottobeuren gesprochenen Idiom und versucht nicht - verkaufswirksam - den Allgäuer Dialekt mit einzubauen.
Das Buch ist bei Fergg in Ottobeuren sowie beim Autor in Restexemplaren noch erhältlich. Herrn Schmid sei für die Genehmigung zum auszugsweisen Abdruck der drei Geschichten und des Vorworts gedankt.

Das Inhaltsverzeichnis:

Vorspruch
Vorwort
Schpribeitl-Schtammtisch
A vrgrautana Waurat
Das Langenberger Längenmaß
Schpenna em Schtreß
A Weltrois ond a Weißwuscht
Dimol kuz gittrat - sellzogana Gschichtla (insg. 18 kurze Texte, darunter: Babylon im Günztal)
Wie meine Großmutter die Olympianorm schaffte
A Schwänkla vo dr Schwelk
I wißt ebbas Bessrs
Himmelskunde
Rush-hour
Strafgericht
Ehrbare Lompasiacha
Das blaue Wunder(n)
Seela-Heschr
Weltläufig
Oh mei Ma, Frau Lehrara
Hoimat mit drei Schteara
Tierisch guat drauf
Der Rammler und der Grenzkonflikt
Nachtarock

Glossar
Impressum