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1165 - Ottobeurener Evangeliar


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Isingrim (Hrsg.): Ottobeurener Evangeliar, Skriptorium der Benediktinerabtei, Ottobeuren, um 1165, 196 S., Sprache Latein, Pergament, Signatur Bayerische Staatsbibliothek München: Clm 21255

Um das Jahr 1165 gab - so die Meinung von Experten - der Ottobeurer Abt Isingrim im Klosterskriptorium das vorliegende Evangeliar in Auftrag. Isingrim war von 1145 bis zu seinem Tod im Jahre 1180 Abt. Das Evangeliar lagert normalerweise in den Tresoren der Bayerischen Staatsbibliothek, die einer Verwendung einiger Digitalisate der Pergament-Handschrift auf den Ottobeurer Geschichtsseiten dankenswerterweise zugestimmt hat. Eine Nutzung ist nur zu privaten Zwecken erlaubt. Ausgestellt war der Band während der Ausstellung „Pracht auf Pergament - Schätze der Buchmalerei 780 - 1180“ vom 19. Oktober 2012 - 13. Januar 2013 in der HypoKunsthalle München. Dass die Ottobeurer Kostbarkeit hier zu sehen war, wusste in Ottobeuren zunächst niemand. Selbst der Konvent, der kurz vor Weihnachten in einem Ausflug die Ausstellung besuchte, war darüber nicht informiert.
Abgebildet wurde der thronende Christus darüber hinaus in Büchern, die im Zusammenhang mit der 1200-Jahrfeier 1964 herauskamen sowie im Katalog zur Ausstellung.

Eine Pressemitteilung mit einem Hinweis auf die zu Ende gehende Ausstellung erschien am 12.01.2013 in der Memminger Zeitung:
„Nur noch bis morgen (13.01.2013) ist in der Hypokunsthalle München u.a. das um 1165 im Skriptorium der Abtei entstandene „Ottobeurener Evangeliar“ zu sehen. Der hier abgebildete „Thronende segnende Christus“ ist die erste von insgesamt fünf ganzseitigen gerahmten Miniaturen auf Goldgrund. In der Ausstellung „Pracht auf Pergament“ lassen sich 75 Exponate aus dem 9. bis 12. Jahrhundert bestaunen, die aufgrund ihrer besonderen Empfindlichkeit und des hohen Wertes praktisch nie die Tresore der Bayerischen Staatsbibliothek verlassen. Wie Gemeinderat Helmut Scharpf mitteilt, wurden die Öffnungszeiten wegen des Besucheransturms für heute und morgen noch einmal deutlich verlängert (10 - 22 Uhr). Ansonsten ist der Ottobeurer Pergamentband mit insgesamt 196 Seiten ist über www.bsb-muenchen.de auch online abrufbar.“
Im Life (Ausgabe Februar 2013) erschien zudem ein Artikel von Friedel Wille.

Im Ausstellungskatalog heißt es wörtlich: „Die Handschrift enthält die bei Evangeliaren üblichen Kanontafeln - hier als sechzehnseitige Folge - und Evangelienbilder, die am Anfang ihres jeweiligen Evangeliums stehen. Acht Federzeichnungs- und fünf Deckfarbeninitialen mit Gold verzieren den Codex.“

Die zweite Abbildung zeigt den Evangelisten Matthäus.

Die 196 Seiten des Gesamtbands kann man bei der BSB online abrufen: Link