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1928 - „Villa Frieden“ in der Ottostraße


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Franz Eichele hatte in Mittelberg bei Oy das Gasthaus zur Krone betrieben. 1910 setzte er sich zur Ruhe und kehrte wieder in seine alte Heimat zurück (sein Bruder Heinrich hatte in Wolferts die Ziegelei). Franz kaufte sich das bislang vermietete Anwesen in der Ottostraße (heute Haus Nr. 20 - seit ca. 1972 Malermeister Reinhard Zettler) und taufte sie „Villa Frieden.

Mit dem Frieden war es Ende der 1920 Jahre jedoch vorbei. Nicht nur, dass seine Frau Maria starb und er für vier Töchter sorgen musste. Ein Freund hatte ihn dazu überredet, für eine Investition in die Gewinnung von Stickstoff aus der Luft zu bürgen, die gründlich misslang. Franz Eichele verlor sein gesamtes Vermögen und musste das Haus für 8.000 Mark versteigern lassen; er selbst kam ins sogenannte „Pensionat“ (beim Spital). Die Tochter Lotte kam mit 10 Jahren 1933 nach Oberstdorf, wo sie heute noch lebt.

Auf dem Bild sind vier Personen erkennbar, zwei Männer und zwei Frauen - siehe Detailbild. Der vor dem Haus geparkte Pkw hatte die Nummer II Z-4626 (II Z stand von 1906 - 45 für den Bezirk Schwaben) und gibt damit keinen näheren Hinweis auf das Alter der Bildes. Die Ansichtskarte ist nicht beschrieben oder anderweitig beschriftet.
Das Vergleichsbild wurde am 18.04.2013 aufgenommen.