Marktgemeinde Ottobeuren
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1935 - Pater Wolfgang Feller in Stephansried


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Die abgebildete Devotionalie ist leider nicht datiert. Georg Schütz, der im ehemaligen Haus der Familie Kneipp in Stephansried (Hausnummer 4) wohnt, hat das schöne Dokument in seinem Besitz, kann aber zum Hintergrund nichts Näheres beitragen. Die Stromleitung an der Kapelle gibt einen Hinweis darauf, dass das Foto nicht vor 1920 entstanden sein kann. Es fällt auf, dass der Südeingang der Kapelle (noch) fehlt.

Es könnte sich um ein Primizandenken handeln, es wäre dann aber ein geschmückter Kirchenraum zu sehen. Eher wird es sich um ein Jubiläum des hier abgebildeten Pater Wolfgang Feller (*18.09.1910 - ?) handeln, der in den 1930er Jahren als Kaplan in Ottobeuren wahrscheinlich auch als Pfarrer in der Filialkirche St. Stephanus Dienste versah. Oder vielleicht handelt es sich einfach nur um einen Wandschmuck im Schulhaus, weil Pater Wolfgang in Stephansried Religionsunterricht erteilte.

Fotografiert wurden die drei Bilder von einem B. Schramm aus Memmingen. Über den Fotografen sind bislang keine Angaben bekannt.
Der Karton hat im Original eine Größe von 343 x 284 mm. Die Bilder sind hinter Glas, der Karton ist gerahmt.

Auf dem Konventbild vom 05.10.1941 ist Pater Wolfgang nicht zu sehen; vermutlich war er zum Kriegsdienst eingezogen worden.

Die Kapelle St. Stephanus war im Zuge der Säkularisation 1805 geschlossen und an die Marktgemeinde Ottobeuren verkauft worden. Unterhalten wird sie unter anderem mit den Erlösen, die die sogenannten Rechtler mit den ein Hektar großen Waldparzellen erzielen, mit denen insgesamt 12 Landwirte ausgestattet worden waren. Seit 1820 werden in St. Stephanus wieder Gottesdienste gefeiert.

Zum Thema Abnahme der Kirchenglocken von St. Stephanus 1917 geht es hier.

Wer etwas zur Devotionalie beitragen kann, bitte über den Kontaktbutton melden!