Marktgemeinde Ottobeuren
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Ca. 1925 - Pater Wolfgang Fella in Stephansried


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Die abgebildete Devotionalie ist leider nicht datiert. Georg Schütz, der im ehemaligen Haus der Familie Kneipp in Stephansried (Hausnummer 4) wohnt, hat das schöne Dokument in seinem Besitz, kann aber zum Hintergrund nichts Näheres beitragen. Die Stromleitung an der Kapelle gibt einen Hinweis darauf, dass das Foto nicht vor 1920 entstanden sein kann. Es fällt auf, dass der Südeingang der Kapelle (noch) fehlt.

Es könnte sich um ein Primizandenken handeln, es wäre dann aber ein geschmückter Kirchenraum zu sehen. Eher wird es sich um ein Jubiläum des hier abgebildeten Pater Wolfgang Fella (*16.04.1876 - 01.03.1932) handeln, der als Kaplan in Ottobeuren wahrscheinlich auch als Pfarrer in der Filialkirche St. Stephanus Dienste versah. Oder vielleicht handelt es sich einfach nur um einen Wandschmuck im Schulhaus, weil Pater Wolfgang in Stephansried Religionsunterricht erteilte.

Fotografiert wurden die drei Bilder von einem B. Schramm aus Memmingen. Über den Fotografen sind bislang keine Angaben bekannt.
Der Karton hat im Original eine Größe von 343 x 284 mm. Die Bilder sind hinter Glas, der Karton ist gerahmt.

Von Pater Wolfgang Feller gibt es eine ganze Serie von Fotografien, die der jüdische Fotograf Julius Guggenheimer aus Memmingen angefertigt hat. Sie sind im Buch

Stadt Memmingen (Hrsg.), Axel Lipp, Christoph Engelhard, Nissan N. Perez: Julius Guggenheimer, Fotograf, Verlag Mewo Kunsthalle, Memmingen, 01.02.2016, 232 S., 28 x 23 cm, 1440 g, ISBN 978-3-9816274-3-5, 24 Euro

auf den Seiten 214 - 221 zu sehen; auf 222 und 223 ist seine Zelle mit Schreibtisch abgebildet, auf S. 225 sieht man ihn auf dem Totenbett, die Seiten 226 - 229 zeigen darüber hinaus Fotos vom Grab Fellas in der Gruft unter der Basilika Ottobeuren.
(Hier noch ein Link zur Buchvorstellung. Fella wird im Artikel falsch geschrieben.)

Die Kapelle St. Stephanus war im Zuge der Säkularisation 1805 geschlossen und an die Marktgemeinde Ottobeuren verkauft worden. Unterhalten wird sie unter anderem mit den Erlösen, die die sogenannten Rechtler mit den ein Hektar großen Waldparzellen erzielen, mit denen insgesamt 12 Landwirte ausgestattet worden waren. Seit 1820 werden in St. Stephanus wieder Gottesdienste gefeiert.

Zum Thema Abnahme der Kirchenglocken von St. Stephanus 1917 geht es hier.

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