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29.06.2019 – Jubiläumstriathlon


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Zum 30. Mal fand in und um Ottobeuren der „Unterallgäuer Triathlon“ statt. An den Wettkämpfen über die Volksdistanz, die Olympische Distanz und beim Staffelrennen nahmen am 29.6.2019 insgesamt 675 Sportlerinnen und Sportler teil. Die Nachfrage war so groß, dass die Veranstaltung seit Monaten ausgebucht war. Die Kommandos gab Peter Neß, der – entweder als Teilnehmer oder als Organisator – von Anfang an dabei war, den Startschuss gab der Sontheimer Bürgermeister Alfred Gänsdorfer.

Der damalige TSVO-Vorsitzende, Dr. Werner Müller, hatte die Idee, angeregt durch den Triathlon in Immenstadt. Nachdem er den Vorsitz 1986 an Richard Kaulitz abgegeben hatte, machte sich Dr. Müller ans Werk und setzte die Idee in die Tat um. Zunächst gab es einen vereinsinternen Probelauf, 1987 folgte die öffentliche Premiere – mit 99 Teilnehmern. Seitdem wird die Veranstaltung jährlich ausgerichtet, in den Jahren 1995, 1996 und 1999 fiel sie mangels einer ausreichenden Besetzung des Orga-Teams aus. Nicht nur die große Anzahl von ca. 200 Helfern lässt vermuten, dass das Ausrichten einer solchen Großveranstaltung aufwändig ist, auch der bürokratische Anteil ist nicht unerheblich. Nicht von ungefähr beginnt die Vorbereitung bereits im September. Das Gemeinschaftsprojekt wird von den verschiedensten Abteilungen getragen.

Der Tritahlon beginnt immer am Attenhauser Weiher, dann folgt die Redrennfahrt bis Ottobeuren, im Markt schließlich wird final das Klosterareal umrundet. Georg Lübeck ist seit 2013 dabei, 2014 hatte er die Idee, Zieleinlauf und Wechselzone 2 vom abgelegenen Sportplatz am Schulzentrum auf den publikumswirksameren Marktplatz von Ottobeuren zu verlegen.
Eine Besonderheit im Streckenverlauf gab es im Jahr 2000; die Route führte über die Autobahn. Gut, die A96 war zu diesem Zeitpunkt noch nicht für den Verkehr freigegeben. Tragisch war der überraschende Tod des maßgeblichen Mitorganisators Ernst Hölzle nur inen Monat vor der 23. Auflage des Triathlons; ihm zu Ehren wurde die Veranstaltung dennoch nicht abgesagt.

Für die Idylle der Landschaft (hier: Blick auf Dennenberg) oder geschichtliche Kleinode (wie der Gasthof Adler in Sontheim mit einer Abbildung der Ottobeurer Klosterherrschaft) bleibt den Athleten freilich keine Zeit.
Gewinner 2019 war der Kemptener Thomas Nuber 1:57:26 Stunden, der mehrmalige Gewinner Christian Brader vom TV Memmingen landete diesmal auf Platz 2 – denkbar knapp vor dem 18-jährigen Newcomer Basti Schiele vom RC Allgäu. Bei den Frauen gewann Siegrid Mutscheller vom SG Niederwangen in 2:12:29 Stunden. Staffelsieger wurde das Team Pester Pac.
(In der Memminger Zeitung vom 28.08.2019 berichtete Brader über seinen 50. Wettbewerb in der Ironman-Distanz, den er Ende August 2019 in Mont Tremblant (Kanada) als Sechster beendete. Der 39-Jährige bezeichnete diese Langdistanz als einen der schwersten Kurse in Nordamerika; 2014 war er dort Vierter geworden,)

Weitere Infos zu den Veranstaltern etc. folgen; abrufbar sind 85 Fotos.

Fotos und Zusammenstellung: Helmut Scharpf, 08/2019