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09.10.2010 - Adalbert Meier: 50 Jahre Orgelmusik für die Leprahilfe


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50 Jahre waren es im Oktober 2010, in denen Adalbert Meier mit seinen Orgelkonzerten in der Basilika Ottobeuren die Deutsche Lepra- und Tuberkulose-Stiftung finanziell unterstützt hat. Statt eines Honorars spendete er über 3 Millionen Euro! Unterstützung fand er dabei bei seiner Frau Irmingard, die Programme auslegte und die Spendenkörbchen herumreichte.

Neben der abgebildeten Bundesvorsitzenden der DAHW (1957 als Deutsches Aussätzigenhilfswerk gegründet), Gudrun Freifrau von Wiedersperg war auch das Ehepaar Sybille und Arthur Groß (09.12.1935 - 31.01.2019) zugegen, das über viele Jahre mit den Marktoberdorfer Chören nach Ottobeuren kam, um gemeinsam mit Adalbert Meier aufzutreten. Meier hat sich für die einstündigen Samstagnachmittag-Konzerte immer hochkarätige Solisten oder Ensembles aus der Region als Partner gesucht. Daneben kamen ein Vertreter der Abtei, Pater Christoph Maria, des Touristikamts sowie der Marktgemeinde.

Die Ehrung fand am 9. Oktober 2010 im „Vogelzimmer“ der Abtei statt. Auf der Homepage des DAHW wurde ein eigener Artikel veröffentlicht: Link DAHW. Neben der Urkunde zeichnte die Präsidentin beide auch mit der goldenen Ehrenndel des DAHW aus.

Thematische Ergänzung: Nach einem letzten Orgelkonzert am 26.09.2015 wurde Meier verabschiedet. Am Ende des Artikels zum 24. Ordenstag (MMZ vom 29.09.2015, S. 30) hieß es:
Der fast 90 Jahre alte Organist gab bei dieser Gelegenheit sein letztes Orgelkonzert. „Er hat musikalisch, kirchlich und im sozialen Bereich Beachtliches geleistet, betonte Landrat Weirather.

Auf Seite 33 erschien zur Verabschiedung ein eigener Artikel („Verdienter Schlussapplaus“) von Hans Honold. Diesmal war Gudrun Freifrau von Wiedersperg samt DHAW-Präsidium und Freunden in einem Bus angereist. Beim Empfang nach dem Konzert (Konzertpartner war der Liederkranz Füssen unter Gisela Reichherzer) wurde die 2010 von der Präsidentin genannte Spendensumme auf 3,3 Mio Euro erhöht. Bürgermeister Fries, Landrat Weirather und Abt Johannes Schaber überreichten Geschenke. Gerührt von diesem Zuspruch nannte Meier einen Beweggrund für sein Wirken:
Ich war schon immer in meinem Leben ein Glückspilz. Viele meiner Kameraden mussten ihr Leben im Krieg lassen. Auch deshalb wollte ich anderen helfen.

Von Widersperg dankte auch Irmingard Meier, da sie sich um die gesamte Organisation der Orgelkonzerte gekümmert hat. Frau Meier daraufhin:
Als wir 1961 heirateten, spielte mein Mann am gleichen Tag ein Konzert. Da wusste ich, worauf ich mich eingelassen habe.

Einen letzten Auftritt in der Ottobeurer Basilika hatte Meier am 28.05.2016.