Marktgemeinde Ottobeuren
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11.05.2014 - Tag der Bayerischen Benediktinerkongregation mit Buchpräsentation und Festgottesdienst


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Nachdem am Vortag die Kirchenpatrone Alexander und Theodor wieder ihren angestammten Platz bekommen hatten, wurde der Sonntag zu einem weiteren Höhepunkt des Jubiläumsjahres zum 1250-jährigen Bestehen Ottobeurens.

Der Vormittag begann mit einem Festgottesdienst in der Basilika, gehalten von Abtpräses Barnabas Bögle (Abtei Ettal). Die Äbte aller 10 bayerischen Benediktinerklöster waren gekommen: Die benediktinische Welt feierte mit Ottobeuren. In seiner Predigt rückte der Zelebrant die Suche nach Gott in den Vordergrund.

Im Anschluss kam es im Kaisersaal zu einem Festakt, bei der Erzabt Dr. Asztrik Várzegi OSB von der Erzabtei Pannonhalma (Ungarn) einen Vortrag über den heiligen Benedikt hielt, der seit 50 Jahren als Patron Europas verehrt wird. In der Entstehung der benediktinischen Gemeinschaft sieht Várzegi die Keimzelle der Europäischen Union. Demut deutet er als Dienstbereitschaft von Menschen, die sich um Frieden, soziale Gerechtigkeit, um wachsenden Wohlstand, um größtmögliche Sicherheit für alle bemühen.
Anlässlich der Reflektion über die europäischen Aspekte im Leben des heiligen Benedikts kam aus der italienischen Partnergemeinde Norcia - der Geburtsstadt Benedikts - das dortige Reliquiar zum Pontifikalamt nach Ottobeuren. MdEP Markus Ferber war einer der weiteren Festredner. Und nach dreijähriger Vorarbeit wurde das zweibändige Werk „Ottobeuren. Barocke Bilderwelt des Klostergebäudes in Malerei und Plastik“* erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Eines der Bilder (wenn auch leicht unscharf) zeigt den Fotografen und Kunsthistoriker Kai-Uwe Nielsen (Flendsburg), die beiden Kunsthistorikerinnen Dr. Gabriele Dischinger und Dr. Cordula Böhm sowie seitens der Abtei Ottobeuren, Klosterarchivar Rupert Prusinovsky OSB. Die ebenfalls beteiligte Kunsthistorikerin Anna Bauer-Wild konnte krankheitsbedingt leider nicht am Festakt teilnehmen.
Die Bände aus dem EOS-Verlag (St. Ottilien) sind in einer Auflage von 500 Exemplaren erschienen und kosten zusammen 148 Euro. Die Finanzierung des 80.000 € teuren Projektes übernahm die Abtei mit Hilfe einer Vielzahl von Sponsoren. Abgebildet sind - und das ist weltweit einmalig - sämtliche Gemälde und Fresken des Klosters, jeweils mit ausführlichen Erklärungen versehen.

Nach dem Festakt spielten die Rettenbacher Musikanten im Brunennhof auf (Abt Johannes sitzt neben der Dirigentin).

Am Nachmittag gab es zunächst ein Pontifikalvesper und anschließend Gelegenheit zu Führungen, u.a. in die Räume der sog. „Sommerabtei“, die ansonsten nicht für Besucher zugänglich sind. Einen neuen Blickwinkel ergab sich durch die Betrachtung der höfischen Etikette des 18. Jahrhunderts, der auch der Abt des Ottobeurer Klosterstaats unterworfen war - in seiner Funktion als weltlicher Herrscher eines reichsunmittelbaren Klosters, der sein Wirken nach außen wie das eines Landesfürsten ausrichten musste. Da spielte es dann eine Rolle, ob beim Eintreten eines Gastes ins Empfangszimmer des Abtes nur eine oder ev. gar beide Flügel der Türe geöffnet wurden.

Das Startbild vom 11. Mai 2014 zeigt (von links nach rechts): Abt Dr. Asztrik Várzegi, Abt Johannes Schaber, MdL Franz Josef Pschierer, MdEP Markus Ferber sowie der (seit 09.09.2009 amtierende) Abtpräses der Bayerischen Benediktinerkongregation Barnabas Bögle. Zwei Portraits zeigen den früheren Pater Markus Spanier am 08.12.2011 in Marienberg zum Abt geweiht wurde sowie den Ottobeurer Altabt Paulus Weigele in einem Portrait, das ihn in der Bibliothek zeigt - und in einer lustigen Bilderfolge mit Touristikamtsleiter Peter Kraus.
Weitere Dokumente werden hier sukzessive eingepflegt! Die Bilder (von Helmut Scharpf) sind gemeinfrei verwendbar.

Die Memminger Zeitung berichtete am 12.05.2014 im Lokalteil auf S. 30: „Wohnung von Abt Rupert Ness entdeckt“ sowie überregional und im Bayernteil „Seit 1250 Jahren in Ottobeuren“. Der Memminger Kurier titelte am 14.05.2014 in Bezug auf das Pontifikalamt „Demut ist unsere Bereitschaft zu dienen“.

* Literaturzitat:
Benediktinerabtei Ottobeuren (Hrsg.), Dischinger, Gabriele, Böhm, Cordula, Bauer-Wild,Anna, Prusinovsky, Rupert, Nielsen, Kai-Uwe: Ottobeuren. Barocke Bilderwelt des Klostergebäudes in Malerei und Plastik, EOS-Verlag, St. Ottilien, 11.05.2014, Bd. 1 (Konventgebäude mit Benediktus- und Abtskapelle, 235 S.), Bd. 2 (Abtei und Hofgebäude, 596 S.), zs. 831 S., Auflage: 500, ISBN: 978-3-8306-7658-4, 148 Euro