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26.07.1830 - Bischof Ignaz Albert von Riegg spendet Firmung


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Es war sicherlich ein ungewöhnlich hoher Besuch, der den Firmlingen in Ottobeuren zuteil wurde. Ignaz Albert von Riegg (06.07.1767 - 15.08.1836) war seit 1824 Bischof von Augsburg und beriet lt. Wikipedia König Ludwig I. hinsichtlich des Wiederaufbaus des Klosterlebens in Bayern, veranlasste die Herausgabe eines neuen Katechismus und versuchte mit Erfolg die Seelsorge in seinem Bistum zu beleben. In seine Amtszeit fiel auch die Wiedererrichtung von Benediktinerklöstern. 1834 genehmigte ihm König Ludwig I. die Eröffnung eines Priorates in Ottobeuren und der Abtei St. Stephan in Augsburg.

Am Montag, den 26. Juli 1830, firmte „Seiner Bischöflichen Gnaden“ Ottobeurer Zöglinge, darunter Antonia Fröhlich (von der früheren Schreinerei Fröhlich am nördlichen Beginn der Lindenstraße). Antonia bekam anschließend einen „Denkzettel“ - noch in einer ganz anderen Bedeutung als heute. Am Ende wird der Gebrauch erklärt:

„Diesen Zettel soll ein Jeder seinem eigenen Seelsorger einhändigen, damit er den Namen des Gefirmten sammt den übrigen auf solchen Zettel einschreiben, und hienach in ein eigenes Buch ordentlich eintragen könne ; die Gefirmten aber haben hierauf denselben zu ihrem Gebrauche und öftern Nutzen dieses Gebetes wieder zu sich zu nehmen.“

Die Wikipedia-Seite über Riegg zeigt auch zwei Abbildungen. Das Ottobeurer Wochenblatt berichtete weder vor, noch nach der Firmung über das Ereignis. Siegfried Maier sei für die Zurverfügungstellung des Dokumentes gedankt. Scan und digitale Bearbeitung: Helmut Scharpf (04/2014).