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14.04.1824 - Brief des königlich baierischen Landgerichts Ottobeuren nach Schussenried


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In dem vorliegenden Brief bestätigte Landrichter von Kolb (schön abgeschlagener Durchgangsstempel L2 Memmingen vom 15. April 1824!) den Empfang einer Gebühr in der Verlassenschaftssache (= Erbschaftssache) des Pater Valentin Stempfle.

Der handschriftliche Text lautet:

N(ummero) 20.
Ottobeuren den 14. April 1824.

Das
königlich baierische Landgericht Ottobeuren
an
Die königlich Würtemberg'sche Beamtung und
Amtsschreibung in Schussenried.

Man bescheint den richtigen Empfang der in der Ver-
lassenschaftssache des P: Valentin Stempfle, hier-
orts erwachsenen und von jenseitigem Amte
anhergesandten Gerichtstaxen zu 1 fl (Gulden) 13. kr (Kreuzer).
Womit die vollkommenste Hochachtung verführet
Der königliche Landrichter.
v.(on) Kolb
Propria (Geschäftsführer)

Das Original (im Format: ca. 35 x 20 cm) wurde stark nachbearbeitet. Nachdem Ottobeuren zu der Zeit noch kein eigenes Postamt hatte, könnte es sich bei der Ziffer 3 um die Gebühr in Kreuzer handeln - oder um eine Nachgebühr.

Pater Valentin Stempfle gehörte dem Prämonstratenserkloster Schussenried an. Im Werk

Vogler, Georg: Die Feyer des sechsten Jahrhunderts seit der Stiftung des unmittelbaren ReichsGotteshauses Schussenried, Prämonstratenser Ordens, 1783, 44 S.
(Link zum Digitalisat der Bayer. Staatsbibliothek)

taucht er auf S. 43 auf. Ab Seite 41 werden die Kapitularen des (heute: Bad) Schussenrieder Reichs-Gotteshauses aufgezählt. Neben Stempfle erscheint als weiterer Ottobeurer auf Seite 42 ein Pater Blasius Hafner.