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14.02.1835 - Die Verlegung des Klosters Metten nach Augsburg und Ottobeuren


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Der Brief vom Rentamt Ottobeuren an „die königliche Regierung des Oberdonaukreises“ (= heute der Bezirk Bayerisch-Schwaben) zeigt Aktivitäten, die im Zusammenhang mit der Wiedererrichtung des Klosters Ottobeuren (13. November 1835, siehe auch Pläne von 1828) standen.

Wir treffen hierbei auch auf die Nachwirkungen der Säkularisation („Erhalt der Paramente“). Das Dokument belegt die nicht-öffentlichen Aktivitäten im Zuge der Einrichtung des Priorats Ottobeuren (im November 1835). Hier die Transkription:

Siegel
Vom königlichen Rentamt Ottobeuren

[Stempel: Zweizeiler MEMMINGEN 14 FEB 1835]

An
die königliche Regierung des Ober-
donaukreises Kammer der Finanzen
zu Augsburg

R. (K.?) S.
ad N 436
____________________

ad Num : 5522. Ottobeuren am 10ten Februar 1835.

[in roter Farbe:] b738. g (?) 16 Feb 1835

Koenigliche Regierung des Oberdonaukreis., Kammer der Finanzen !

Rentamt Ottobeuren.

Die Verlegung der Benediktiner Abtey Metten nach Augsburg betreffend.

Gemäß der im Jahr 1833. durch güthlichen Vergleich realisierten Pfarrkirchen Dotation dahier sind die vorhandenen Paramente der Pfarrgemeinde vielmehr der Kirchenstiftung als Eigenthum verblieben und werden stets erfoderlich seyn, um so mehr, als die Errrichtung eines Benediktiner Priorats dahier bereits Allergnädigst ausgesprochen und seinerzeitige Erhebung desselben zu einer Abtey vorbehalten worden ist.

Ein Inventar wurde dem Rentamt nie zugewiesen, solches befindet sich auch dermal nie (?) in Handen des Kirchenamthes und der königlichen Curatel-Behörde.

Der Herr Abt und der künftige Prior dürften sich jedoch über wechselseitige momentane Aushülfe seiner Zeit leicht verständigen.

Hiedurch erlediget den höchsten Auftrag vom 24ten vorigen Monats das unterthänig gehorsamste Rentamt,
(Fl. = Florian?) Messerschmidt Rbte. [Rentbeamter]

[Der Rentbeamte Messerschmidt taucht im Ottoberer Wochenblatt Nr. 21 vom 22.05.1835 auf S. 2 – sowie weiteren Ausgaben – auf, sein Vorname wird jedoch nicht genannt.]

Sammlung Helmut Scharpf, 12/2019