03.12.1942 – Hermann Micheler im Kaukasus gefallen
Titel
03.12.1942 – Hermann Micheler im Kaukasus gefallen
Beschreibung
Der Oberarzt der Reserve, Dr. Hermann Eugen Micheler, geboren am 21.07.1913 in Ottobeuren, fiel am 3. Dezember 1942 „in Ausübung seines ärztlichen Dienstes bei Prochladayi im Kaukaus“. Erst zum Jahreswechsel wurde der Familie sein Tod bekannt; sein Vater – Eugen Micheler – betrieb in Ottobeuren eine Metzgerei. Neben dem hier abgedruckten Sterbeandenken erfuhren die Ottobeurer vom Tode des Arzes durch die Todesanzeige und den kurzen Nachruf im „Allgäuer Beobachter“ (s. Abschriften und Originalseiten). Ob Hermann Micheler ggf. als Allgemeinarzt eine eigene Praxis hatte oder im Bezirkskrankenhaus arbeitete, ist nicht bekannt. Im Einwohnerbuch von 1937 taucht er nicht auf – zumindest nicht in Ottobeuren.
Der Text der Todesanzeige im „Allgäuer Beobachter“ vom 9. Januar 1943, S. 8:
Unfaßbar schwer traf uns an Silvester die schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter, hoffnungsvoller ältester Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Neffe, Oberarzt Dr. med. Hermann Eugen Micheler, Inhaber des E.K. 2, Teilnehmer an den Feldzügen in Frankreich und im Osten, kurz vor Antritt seines Heimaturlaubes am 3.12.1942, im Alter von 29½ Jahren, in Ausübung seiner ärztlichen Pflichten, im Kaukasus den Heldentod fand.
Ottobeuren, Augsburg und im Westen, den 6. Januar 1943.
In tiefster Trauer: Franziska Micheler, geb. Herret, Eugen Micheler, z. Z. Laz. Augsburg, Rudolf Micheler, z. Z. im Westen, Anni Micheler, geb. Schaller, und Verwandte.
Heldengottesdienst: Mittwoch, 13. Januar 43, vormittags 10 Uhr. – Die Feier am Kriegerdenkmal unterbleibt.
Aus dem Nachruf im „Allgäuer Beobachter“ vom 9. Januar 1943, S. 6:
Ottobeuren – Heldentod.
Nach langem Frontdienst, vor dem Heimaturlaub stehend, fand Oberarzt Dr. med. Hermann Eugen Micheler, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, Teilnehmer an den Feldzügen in Frankreich und im Osten, im 30. Lebensjahr, in Ausübung seiner ärztlichen Pflichten, im Kaukasus den Heldentod. Oberarzt Micheler hatte sich in vorbildlicher ständiger Pflichtbereitschaft in der sanitären Betreuung der Frontsoldaten bewährt. Er war ein feinfühlender Mensch und edler Charakter. Von dem prächtigen Kameradschaftsgeist, den er als Soldat pflegte, zeugen die teilnehmenden Briefe von Frontkameraden Hermann Michelers an die Mutter, der seine große Liebe galt. Mit dem Soldatentod brachte der Held ein unvergängliches und unvergeßliches Opfer, dessen wir in Ehrfurcht und Dankbarkeit gedenken.
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Seine Name wurde auf der Tafel des Kriegerdenkmals verewigt.
Sammlung Helmut Scharpf / Recherche, 05/2026
Der Text der Todesanzeige im „Allgäuer Beobachter“ vom 9. Januar 1943, S. 8:
Unfaßbar schwer traf uns an Silvester die schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter, hoffnungsvoller ältester Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Neffe, Oberarzt Dr. med. Hermann Eugen Micheler, Inhaber des E.K. 2, Teilnehmer an den Feldzügen in Frankreich und im Osten, kurz vor Antritt seines Heimaturlaubes am 3.12.1942, im Alter von 29½ Jahren, in Ausübung seiner ärztlichen Pflichten, im Kaukasus den Heldentod fand.
Ottobeuren, Augsburg und im Westen, den 6. Januar 1943.
In tiefster Trauer: Franziska Micheler, geb. Herret, Eugen Micheler, z. Z. Laz. Augsburg, Rudolf Micheler, z. Z. im Westen, Anni Micheler, geb. Schaller, und Verwandte.
Heldengottesdienst: Mittwoch, 13. Januar 43, vormittags 10 Uhr. – Die Feier am Kriegerdenkmal unterbleibt.
Aus dem Nachruf im „Allgäuer Beobachter“ vom 9. Januar 1943, S. 6:
Ottobeuren – Heldentod.
Nach langem Frontdienst, vor dem Heimaturlaub stehend, fand Oberarzt Dr. med. Hermann Eugen Micheler, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, Teilnehmer an den Feldzügen in Frankreich und im Osten, im 30. Lebensjahr, in Ausübung seiner ärztlichen Pflichten, im Kaukasus den Heldentod. Oberarzt Micheler hatte sich in vorbildlicher ständiger Pflichtbereitschaft in der sanitären Betreuung der Frontsoldaten bewährt. Er war ein feinfühlender Mensch und edler Charakter. Von dem prächtigen Kameradschaftsgeist, den er als Soldat pflegte, zeugen die teilnehmenden Briefe von Frontkameraden Hermann Michelers an die Mutter, der seine große Liebe galt. Mit dem Soldatentod brachte der Held ein unvergängliches und unvergeßliches Opfer, dessen wir in Ehrfurcht und Dankbarkeit gedenken.
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Seine Name wurde auf der Tafel des Kriegerdenkmals verewigt.
Sammlung Helmut Scharpf / Recherche, 05/2026
Urheber
Allgäuer Beobachter
Quelle
diverse
Verleger
Helmut Scharpf
Datum
1942-12-03
Rechte
gemeinfrei



