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16.12.2011 - Inbetriebnahme einer 50 kWp PV-Anlage auf dem Dach des Schulerweiterungsbaues


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Noch mehr Sonnenstrom für Ottobeuren - Neue Anlage am Schulzentrum eingeweiht. So lautete die Überschrift einer Pressemitteilung vom 25.12.2011, die fürs Geschichtsprojekt mit Stand Juli 2013 ergänzt wurde.

Gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Schäfer und den beiden Schulleitern, Michael Stürmer und Dr. Otto Schmid, nahm Landrat Hans-Joachim Weirather auf dem Neubau noch rechtzeitig vor dem Jahresende eine 50,76 kWp-Anlage offiziell in Betrieb. Er bedankte sich bei der Firma Öko-Haus (Eppishausen) für die zügige Umsetzung, da zunächst der Abschluss der letzten Dacharbeiten abgewartet werden musste. Das perfekte November-Wetter sorgte gleichsam für gute Arbeitsbedingungen bei der Installation, die Hand in Hand mit dem Substrataufbau für das Gründach vonstatten gingen. Man wählte mit Siemens bewusst einen deutschen Hersteller, die Module haben einzeln eine Leistung von 235 Wp. Weirather: „Diese rund 140.000 € teure Investition fügt sich gut ins energiepolitische Konzept des Landkreises ein.“ Der Landkreis hat auf verschiedenen Standorten eigene PV-Anlagen installiert, sei es auf der Deponie in Breitenbrunn oder an den Wertstoffhöfen. Die Schulanlage wird vom Zweckverband Gymnasium und Realschule Ottobeuren zusammen mit der Verwaltungsgemeinschaft Ottobeuren betrieben.
„Der Schulstandort hat eine längere Sonnenstrom-Historie“, so der Initiator und Umweltreferent der Marktgemeinde, Helmut Scharpf. Schon 1999 hatte er eine Demonstrationsanlage mit 1,1 kWp angeregt, die ab dem Jahr 2000 auch in Unterrichtsprojekte eingebunden war. Die Solarstrom Ottobeuren GbR schließlich produziert seit Herbst 2004 auf dem Dach der Zweifachturnhalle. Zusammen mit vier Großanlagen, die 2011 in Betrieb gingen, dürften in Ottobeuren mit seinen etwa 350 PV-Anlagen jetzt insgesamt knapp 8 MWp installiert sein, womit sich über 20% des gesamt im Ort verbrauchten Stroms erzeugen lassen. Seit ersten Dezember läuft außerdem die siebte Windkraftanlage auf dem Gemeindegebiet. Alle Träger erneuerbarer Energie liefern so schon heute mehr Energie, als die Bundesregierung für das noch ferne Jahr 2050 projektiert.
Bürgermeister Schäfer ging daneben auf die Bemühungen des Marktes zur energetischen Sanierung von Gebäuden ein. Neben Umweltaspekten soll letztlich auch den ständig steigenden Energiepreisen entgegengewirkt werden. Guido Tillinger, dem das „Facility-Management“ am Schulzentrum obliegt, erläuterte dies am Beispiel des Solarstroms, der nun zu großen Teilen für den Eigenstromverbrauch des Schulzentrums zur Verfügung steht dient. Projektiert waren 80%, tatsächlich erreicht werden Werte von etwa 95% (Stand Juli 2013). Damit werden auftretende Lastspitzen gesenkt, für die zusätzlich zum Arbeitspreis gezahlt werden muss. Klaus Engel ergänzte seitens des Bauamts, dass an eine Ausweitung der Solarstromproduktion - auf den alten Dachflächen - aus statischen Gründen erst nach der für 2013 vorgesehenen Sanierung zu denken sei. Durch einen Antrag von Verbandsrätin Sieglinde Duttler war dem Planer diesmal schon von Anbeginn vorgegeben worden, beim Erweiterungsbau auf eine entsprechende Auslegung der Statik zu achten. Beim anschließenden Rundgang wurde deshalb bedauert, dass die 216 Module nicht im optimalen Neigungswinkel ausgerichtet werden konnten, da sich der Architekt gegen eine öffentliche Einsehbarkeit der PV-Anlage ausgesprochen hatte.

Das Bild vom Aufbau der Gestelle wurde am 25.11.2011, das Bild von der Verkabelung der Module am 02.12.2011 aufgenommen. Die Standsicherheit wird allein über Gewichte sowie das Eigengewicht der Anlage gewährleistet. Der Memminger Kurier hat die PM veröffentlicht, für die Memminger Zeitung schrieb Brigitte Unglert-Meyer eine längere Bildunterschrift, die am 22.12.2011 erschien.

Im Oktober 2013 wird eine Anzeigetafel eingeweiht, die den Schülern die aktuellen Einspeisewerte anzeigt. Aufgedruckt eines von drei Bildern (vom Hauptgebäude aus gemacht) vom 14.10.2013.