02.04.1909 – Dolp und Schaber in der Alexanderstraße

Titel

02.04.1909 – Dolp und Schaber in der Alexanderstraße

Beschreibung

Eine ungewöhnliche Perspektive: Max Pfalner (*8.1.1867, †1.8.1931) fotografierte vom nordseitigen Fenster im oberen Stock seines Hauses (heute Bahnhofstraße 13) auf die Alexanderstraße runter. Beschriftet ist die Aufnahme nur mit „Dolp und Schaber“. Das Haus der Familie Dolp (später Lutz von der „Blauen Traube“ / Jäger) in der Alexanderstraße 15 steht noch heute (wenn auch ohne die schönen Zinnen), der Bauernhof vom Säger Schaber wurde von seinem Schwiegersohn Hans Bronnenmaier abgerissen (heute Teil des Gartens von Haus Nr. 17), Schaber zog in die Bahnhofstraße; Hans Bronnenmaier; *25.09.1884, †23.04.1955) arbeitete bei Schaber; er war Komponist des „Bannwaldliedes“.

Ganz links erkennt man die Ostfassade des Bauernhauses Schneider (er steht auch heute noch), davor lagert ein Stapel Heintzen / Hointza.
Zwischen den beiden Häusern erkennt man die Eisenbahnbrücke über die Günz sowie den ansteigenden Allenberger Wald auf Hawanger Flur.
Aufnahmen von Max Pfalner entstanden im Wesentlichen zwischen 1909 („Zeppelinüberflug“) und 1916 („Allgäuer Kriegswallfahrt“), von der Jahreszeit passt die vorliegende Fotografie zur datierten Aufnahme vom 2. April 1909.

Eine wunderbare Aufnahme, die direkt vom Glasnegativ gescannt werden konnte und zudem aufwändig nachbearbeitet wurde. Ein Vergleichsfoto zeigt dieselbe Perspektive am 19. Mai 2026.

Repro und Bearbeitung: Helmut Scharpf, 05/2026

Urheber

Max Pfalner

Quelle

Nachlass Dr. Raimund Eirich

Verleger

Helmut Scharpf

Datum

1909-04-02

Rechte

gemeinfrei